|
Langzeitbeatmungspflichtige Patienten
Die Pflege von langzeitbeatmeten Patienten bietet die GFA in Kastellaun als Baustein einer integrierten Versorgung an.
Vorstellung der Einrichtung Seniorenzentrum Kastellaun:
Im Seniorenzentrum Kastellaun werden in 6 Wohnbereichen 118 Bewohnerinnen und Bewohner in Einzel- und Doppelzimmern auf der Grundlage eines auf neuster, wissenschaftlicher und pflegetheoretischer Erkenntnisse basierenden Pflegekonzeptes gepflegt und betreut. Das Seniorenzentrum bietet neben der Dauer-, Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflege 12 Pflegeplätze nach einem speziellen pflegerischen / therapeutischen Konzept für Patienten im Wachkoma an. Die Einrichtung ist seit 2000 nach DIN EN ISO 9001-2000 vom TÜV Rheinland-Berlin-Brandenburg zertifiziert.
Was bedeutet beatmet zu sein?
Beatmung bedeutet die Übernahmen der Atemarbeit der Inspirationsmuskulatur durch eine Maschine.
Mit Hilfe eines Beatmungsgerätes wird ein Überdruck in den Atemwegen erzeugt, d.h. der intrapulmonale Druck (Alveolardruck) steigt über den Wert des Atmosphärendrucks. Gleichzeitig steigt der intrapleurale Druck an. Verschiedene Gründe können eine längerdauernde Beatmung notwendig machen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass immer eine ganztätige Beatmung notwendig ist. Bei einigen Betroffenen wird eine Beatmung nur nachts durchgeführt. Nur in schweren Fällen ist eine 24-Stunden-Beatmung notwendig.
Bei allen medizinischen und pflegerischen Leistungen steht der Mensch als vollwertiges Individuum im Vordergrund.
Die zustandserhaltende Langzeitpflege nach dem ganzheitlich aktivierenden Pflege- und Therapiekonzept der GFA soll keine Einbahnstrasse mit alleiniger Richtung zur Dauerpflege sein, sondern soll den Patienten auch die Chance auf eine (erneute) Rehabilitation bzw. Rückführung in den häuslichen Bereich ermöglichen. Da die Rehabilitation der Patienten einen ununterbrochenen Prozess darstellt, dessen Verlauf einzig von dessen Bedürfnissen beeinflusst wird, müssen Pflegepersonal, Therapeuten und behandelnde Ärzte jederzeit gemeinsam den Verlauf der zustanderhaltenden Langzeitpflege beurteilen.
Als Grundlagen für den Stabilisierungs- und Heilungsprozess sind die Angehörigen wichtige Ansprechpartner, die aktiv in das Therapie- und Pflegekonzept miteingebunden werden. Schon vor einer Heimaufnahme werden in ausführlichen Gesprächen mit den Angehörigen und Betroffenen entsprechende Ziele der Unterbringung besprochen und festgelegt. Diese Ziel-Gespräche werden auch nach Aufnahme der Betroffenen intensiv weitergeführt.
Durch die 24-stündige Betreuung des Patienten ist die Pflegeeinrichtung Bindeglied zwischen Ärzten und Therapeuten. Eine optimale Versorgung des Patienten kann nur bei einer entsprechenden Qualifizierung jeder einzelnen Pflegekraft erfolgen. Diese ist sichergestellt durch regelmäßige fachspezifische Schulungen, sowie Fortbildungen und Hospitationen in Rehaeinrichtungen. Die pflegerischen Maßnahmen bei diesen Patienten bestehen in einer speziell auf die Zielgruppe ausgerichteten und erhöhten Grund- und Behandlungspflege. Bei zunehmender Remission wird die Pflege in Richtung aktivierender Krankenpflege verschoben, d.h., der Patient wird zum eigenständigem Handeln bei der Körperpflege, bei der Ausscheidung und Nahrungsaufnahme angehalten bzw. entsprechendes Handeln in Zusammenarbeit mit den Therapeuten trainiert.
|